
Ein Routenplaner für Elektroautos ist eine Software, die eine Strecke berechnet, indem sie den Batteriestand, das Fahrzeugmodell und den Standort der kompatiblen Ladestationen berücksichtigt. Seine Aufgabe ist es, zu bestimmen, wo, wann und wie lange aufgeladen werden muss, um das Ziel zu erreichen, ohne ohne Energie dazustehen.
Multi-Kriterien-Optimierung: Was die neuen Planer auszeichnet
Die ersten Planer beschränkten sich darauf, Ladestationen auf einer geraden Strecke zu platzieren. Die neuesten Generationen von Tools funktionieren anders: Sie optimieren gleichzeitig die Entfernung, die Gesamtzeit und die Kosten des Ladevorgangs.
Der neue Motor von Chargemap ermöglicht beispielsweise eine Reduzierung der Anzahl der Ladehalt und eine Senkung der Gesamtkosten auf einer für den Preis optimierten Strecke im Vergleich zu seiner vorherigen Version. Diese Fähigkeit, zwischen mehreren Variablen zu schlichten, verändert die Planung konkret, insbesondere bei Strecken von mehreren Hundert Kilometern.
Wenn man eine Routenberechnung für Elektroautos mit Ladestationen vorbereitet, misst sich der Unterschied zwischen einem einfachen Tool und einem Multi-Kriterien-Planer in Minuten, die auf einer einfachen Strecke eingespart werden. Der einfache Planer schlägt die nächstgelegene Ladestation zum Mittelpunkt vor, während das Multi-Kriterien-Tool einen kleinen Umweg zu einer ultraschnellen Ladestation empfehlen kann, die die Gesamtwartezeit reduziert.

Fahrzeugdaten und Ladekurve: Die Grundlage der Berechnung
Eine zuverlässige Route basiert auf der tatsächlichen Ladekurve des Fahrzeugs, nicht auf seiner maximalen theoretischen Leistung. Die Geschwindigkeit, mit der eine Batterie Energie akzeptiert, variiert je nach Füllstand: schnell zwischen 10 und 60 %, dann deutlich langsamer über 80 %.
Seriöse Planer integrieren diese Kurve für jedes Modell. Sie berechnen, dass es oft besser ist, zweimal kurz zwischen 10 und 60 % anzuhalten, als einmal bis 100 % aufzuladen. Die Gesamtfahrzeit verkürzt sich dadurch.
Damit die Berechnung genau ist, benötigt der Planer drei Mindestinformationen:
- Das genaue Modell des Fahrzeugs (ein Peugeot 208 Elektro und ein Renault 5 e-Tech haben nicht die gleiche Ladekurve und den gleichen Verbrauch auf der Autobahn)
- Den Batteriestand beim Start, der bestimmt, ob ein erster Halt schnell notwendig ist oder nicht
- Die voraussichtlichen Fahrbedingungen, da der Verbrauch bei 130 km/h auf der Autobahn stark von dem bei 90 km/h auf Landstraßen abweicht
Ohne diese Parameter wendet die Software Durchschnittswerte an, die die tatsächliche Reichweite um mehrere Dutzend Kilometer überschätzen oder unterschätzen können.
Integrierter Planer oder Smartphone-App: Welches Tool bevorzugen?
Zwei Ansätze existieren, um eine Route mit Ladestationen zu berechnen. Der erste erfolgt über eine dedizierte mobile App (Chargemap, Electus, ABRP). Der zweite nutzt das im Fahrzeug integrierte Multimedia-System.
Der Renault 5 e-Tech beispielsweise verwendet Google Maps als integrierten Planer mit automatischer Neuberechnung basierend auf dem Batteriestand. Der Vorteil ist direkt: Das System kennt den genauen Ladezustand in Echtzeit und passt die Stopps ohne manuelle Eingriffe an.
Die App Electus hat ihre Ankunft auf CarPlay angekündigt, mit der Möglichkeit, das Auto zu verbinden, die App die Stopps basierend auf der Batterie berechnen zu lassen und Ladestationen spontan zu ersetzen. Diese Art der Integration reduziert die Notwendigkeit, ein auf dem Armaturenbrett liegendes Telefon zu bedienen.
Wann die App dem integrierten System vorzuziehen ist
Der integrierte Planer des Herstellers listet nicht immer alle Ladestationsnetze auf. Einige Systeme bevorzugen ihre Geschäftspartner. Eine Drittanbieter-App bietet eine breitere Abdeckung der verfügbaren Netze, was in ländlichen Gebieten, wo das Netz lockerer ist, entscheidend wird.
Erfahrungsberichte von Fahrern, die mit einem Peugeot 208 Elektro durch Europa gefahren sind, zeigen, dass die Kombination des integrierten Planers (für die Neuberechnung in Echtzeit) mit einer Community-App (für Meldungen über defekte Ladestationen) die zuverlässigste Konfiguration darstellt.

Echtzeit-Neuberechnung und Community-Meldungen
Eine am Tag vor der Abfahrt berechnete Route kann am Morgen selbst obsolet werden. Eine als verfügbar gemeldete Schnellladung kann bei Ankunft defekt oder besetzt sein. Die dynamische Neuberechnung während der Fahrt ist die Funktion, die einen nützlichen Planer von einem einfachen Konsultationstool trennt.
Community-Apps wie Chargemap aggregieren die Meldungen der Nutzer in Echtzeit: defekte Ladestation, Warteschlange, Kabel zu kurz für bestimmte Fahrzeuge. Diese Informationen ermöglichen es dem Planer, eine alternative Ladestation vorzuschlagen, noch bevor man vor einem unbrauchbaren Ladepunkt ankommt.
Bei Urlaubsabfahrten, wenn die Frequentierung der Autobahnladepunkte stark ansteigt, spart diese Umleitungsfähigkeit erheblich Zeit. Mehrere Berichte von Fahrern, die mit Elektroautos in den Urlaub gefahren sind, bestätigen, dass Warteschlangen an Ladestationen das größte Ärgernis sind, noch vor der Reichweite selbst.
Überprüfen der Kompatibilität der Stecker vor der Abfahrt
Der Planer filtert normalerweise die Ladestationen nach dem Steckertyp des Fahrzeugs (CCS Combo, Typ 2, CHAdeMO). Eine manuelle Überprüfung ist nützlich für isolierte oder neu installierte Ladestationen, deren Metadaten in den Datenbanken noch nicht aktualisiert sind.
Eine lange Fahrt mit einem Elektroauto vorzubereiten, erfordert nicht mehr Zeit als eine Fahrt mit einem Verbrennungsmotor, wenn das Berechnungstool korrekt mit dem richtigen Fahrzeugmodell konfiguriert ist. Die einzige Gewohnheit, die man sich aneignen muss, ist, die Berechnung mit dem tatsächlichen Batteriestand kurz vor der Abfahrt zu starten, damit die vorgeschlagenen Stopps der Realität der Strecke entsprechen.